Henry Wanyoike
 
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Henry im Deutschen Fernsehen

Der NDR produzierte ein Portrait in Kenia. Konstantin Sauer erhielt für den Beitrag den 'Laureus Medien Preis 2006'

 

 

NDR in der Savanne

 

Dreharbeiten im Nationalpark

 

 

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Aktuelles

 

10 Jahre Frauenlauftreff in Sandkrug


Am 20.September 2008, fand an der Waldschule in Sandkrug der 1. Sandkruger Frauenlauf anlässlich des 10-jährigen Bestehens der Frauenlaufgrupe statt.
 
„Die Laufstrecke betrug 10 km auf Waldwegen“, berichtet Sigrid Blum, Leiterin der Frauenlaufgruppe.

„Mit dem Erlös aus diesem Event möchten wir unseren Freund Henry Wanyoike unterstützen. Er ist ein blinder Läufer aus Kenia, der schon zahlreiche Wettkämpfe gewonnen hat und unter anderem Paralympics-Sieger war und Weltrekord-Inhaber über 5.000 m ist.

Das Geld wird für die ärmsten Kinder in seinem Land eingesetzt,“ erläutert die Leiterin der Frauenlaufgruppe.

Henry hat den Scheck in Dresden mit einem grossen Paket mit T-shirts und Laufschuhen aus Hatten erhalten. Ein persönliches Treffen hat dieses Mal nicht geklappt, "aber das wird nachgeholt" sagt Henry und bedankt sich für die Spende.

Das Geld soll in das Projekt "Theresia-Orphans-and-Kindergarden" fließen, eine kindergartenähnliche Einrichtung, wo bedürftige Kinder aus dem Kanjeru-Slum und einem Waisenhaus betreut werden sollen. Träger wird die "Henry-Wanyoike-Foundaten" in Kenia sein.

Henry als Botschafter der Christoffel Blindenmission in Tübingen, Chemnitz und Dresden!

Henry konnte wegen des kurzen Aufenthalts in Nairobi das Visum für Deutschland nicht dort beantragen und der ganze Deutschlandbesuch stand auf der Kippe. Er musste ja am 5. Oktober den Marathon auf Jersey laufen (206ter in 4 1/2 Stunden) und danach direkt zum "world sight day" nach Hongkong fliegen. Beim Inselmarathon wurde auch mal ein Tee getrunken, weil er die Amateurguides nicht vorschnell verschleißen wollte. In Hongkong haben Henry und Joseph die Visa in Rekordzeit in der Deutschen Botschaft erhalten. Dafür noch einmal Dank an die unbürokratische Hilfe der Botschaftsmitarbeiter in Nairobi und Hongkong.

Henry und Joseph trafen am Sonntag Abend (12.10.) in Frankfurt ein. Sie verbrachten Montag und Dienstag in Bensheim bei der Christoffel Blindenmission (CBM).

Am Mittwoch testete Henry den Erlebnisgang der CBM in Tübingen ohne Joseph als Guide und sprach mit dem Bürgermeister Micheal Lucke.

 

Der Erlebnisgang machte in diesem Jahr wegen des 100-jährigen Bestehens der CBM eine Hundert-Städte-Tour. Die letzte Station war Tübingen. Im Erlebnisgang erfahren sehende Menschen, wie es ist, sich als Blinder zu orientieren.

Am Nachmittag geht die Reise nach Chemnitz, wo ihn seine "Ziehmutter" und Freundin Petra Oertel-Verweyen mit Tochter Lydia erwartet. Die weiße Kappe, Jacke und Hose hatte Henry schon im Jahr 2002 für Petra gestrickt. Jetzt als Henry zu Besuch ist, passen die Sachen wie angegossen.
Am Donnerstag Vormittag kochte Henry im SFZ-Chemnitz mit Auszubildenden, die einmal Koch werden möchten afrikanisches Essen. Henry hatte das Kochen in der Technical School for the Blind in Machacos gelernt. Einmal in der Woche war Kochunterricht.

Am Nachmittag trainierte Henry mit der Bundesliga-Blinden-Fußballmannschaft des SFZ-Chemnitz.

Abends trafen sich Freunde und Fans von Henry und interessierte Chemnitzer Bürger in der Ev.-Luth. Kirchgemeinde St. Markus bei Pastor Tilo Jantz. Petra Oertel-Verweyen erzählte von ihrer Zeit als CBM-Mitarbeiterin in Kenia, und wie sie Henry kennen gelernt hat. Henry erzählte, wie Petra und die CBM ihn damals ins Leben zurück geholfen haben: Die Geschichte vom "Hinfallen und wieder Aufstehen".
Am Freitag Nachmittag trainierten Henry und Joseph mit dem Chemnitzer Polizeisportverein.
Am Abend traf Henry Jugendliche im Don Bosco Haus. Die Gastgeberin bedankte sich bei Joseph Kibunja, Henry Wanyoike und Petra Oertel-Verweyen für den gelungenen Vortrag.

Am Sonntag starteten Henry und Joseph um 10:00 Uhr beim 10.000m Lauf. Sie wurden in etwas mehr als 35 Minuten 14ter und 15ter, waren damit sehr zufrieden.

 

 

Bronze für Henry und Silber für seinen Freund Francis

Kenia gewann bei den Paralympischen Spielen die ersten Medaillen beim 5000m Lauf als Francis Thuo und der Christoffel Blindenmission Botschafter Henry Wanyoike Silber und Bronze gewannen.

Henry konnte seinen Titel nicht verteidigen, der Chinese Zhang Zjen gewann in 15:27.35 Minuten. (Francis: 15:32.28, Henry 15:47.17) In Athen war Henry noch 16 Sekunden schneller als der jetzige Sieger. Er behält seinen Weltrekord über diese Strecke.

Henry hoffte auf den Sieg im Marathon am 17. September. Mit dem Trainer gemeinsam hat er entschieden, dass er am 10.000m Lauf nicht teilnimmt, um sich ganz auf den Marathon zu konzentrieren. Francis rechnete sich gute Chancen für die 10.000m am 14. September aus, konnte das aber nicht realisieren, da die Behinderungseinstufungen T11 (keine Restsehfähigkeit) und T12 (geringes Restsehvermögen) gleichzeitig starteten und die T11-Behinderten keine Chance hatten, da die "T11" ganz andere Voraussetzungen haben. Die "T12" laufen im Training und im Wettkampf ohne Guide - dafür sehen sie gut genug. Der Sieger über die 5000m soll sogar Taxifahrer sein.

Henry ist beim Marathon nach 20 Kilometern aus dem Rennen gegangen, da er feststellte, dass die Teilnehmer "aus zwei verschiedenen Ligen kommen." Er wollte sich deshalb für die Events mit der CBM und Standard Chartered Bank schonen. Ausserdem war er wohl nach dem Trainingsrückstand durch den Unfall noch nicht wieder richtig fit.

Trotzdem:

Gratulation und weiter viel Glück, Henry and Francis!

 

Reuters Film

 

Henry Wanyoike trainiert für Peking

Henry tut es immer noch leid, dass er nicht in Essen und Mannheim laufen und seine Freunde treffen konnte. Wie die meisten erfahren haben, ist Henry in Kenya nach dem Autounfall eigentlich als geheilt entlassen worden. Er wollte über Finnland nach Deutschland reisen, um als Botschafter der Christoffel Blindenmission (CBM) im Rahmen des 100-jährigen Jubiläums an Läufen teilzunehmen. In Helsinki stellte sich dann heraus, dass einer der bei dem Unfall gequetschten Finger sich stark entzündet hatte. Henry musste noch in der Nacht operiert werden... Hier bedankt sich auch Henry ganz herzlich bei der Hanse Merkur Versicherung, zu der er seit Hamburg (Der Weltrekordlauf 2004) ja ein sehr gutes Verhältnis hat. Die Versicherung hat unbürokratisch die hohen Behandlungskosten in Helsinki übernommen.

Henry musste sich danach noch einer Hauttransplantation in Kenya unterziehen. Haut aus dem Oberschenkel wurde auf die Hand verpflanzt. Sie ist ohne Neben- und Nachwirkungen abgegangen und Henry konnte Anfang Juni mit leichtem Training beginnen. In der von der CBM geförderten Klinik in Kikuyu erhielt Henry drei Mal in der Woche eine Reha-Behandlung für seine gequetschten Finger. Jetzt ist alles wieder ok, sagt er.

Am 28. Juni ist er einen Halbmarathon in 1:38 Stunden gelaufen. Für den Trainingsrückstand und die äusseren Umstände (Hitze und Staub) eine super Zeit. (http://www.lewa.org/lewa_marathon.php) Henry ist jetzt bereits im Trainingslager in Hochland bei Eldoret, wo er sich mit der kompletten paralympischen Mannschaft auf Peking vorbereitet.
Ende Juli geht es dann mit dem ganzen paralympischen Team ins Trainingslager nach Karasani/Nairobi, wo bis dahin die olympischen Kollegen untergebracht sind. Dort wird bis zum Abflug nach Peking intensiv und auch unter Leitung von Trainern gearbeitet: Morgens drei Stunden trainieren, dann Mittagspause bis zum späten Nachmittag und danach noch einmal ein paar Stunden Training. Starten möchte Henry in Peking über 5.000m, 10.000m und die Marathondistanz. Spannend wird es über 5.000 und 10.000m, da er hier in Franzis Thuo Karanja, einen starken Gegner und Trainingskameraden hat, der ihn in Assen/NL bei der WM 2006 schon einmal geschlagen hat. Dies aber weit über Henrys Weltrekordzeit. Bei der Marthondistanz dürfte eigentlich nichts schief gehen, da es hier im Moment wohl keinen Gegner gibt, der Henrys Sieg gefährden könnte. Hier will Henry auch den offiziellen IPC Weltrekord holen.

Henry, go 4 gold!

 

Henry´s Run for Hope war wieder ein toller Erfolg

Trotz seines Unfalls klappte dieses Event dank der Unterstützung seine Freunde aus Kikuyu. Lesen Sie selbst Henrys Report (pdf) von der Veranstaltung: hoperun report

Ab dem 18. Juni will Henry wieder trainieren

Nach der voraussichtlich letzten Hauttransplantation an seinen Fingern der linken Hand ist der Heilungsprozess fast abgeschlossen. Der Verband ist ab und Henry muss zwei bis drei Mal in der Woche zur Reha in die von der CBM (Christoffel Blindenmission) unterstützten Klinik. Zeige- und Mittelfinger müssen lernen, sich wieder selbständig zu bewegen. Auch die Sehnen und Nerven waren durch den Unfall geschädigt worden.

 

Henry bricht in Helsinki zusammen - Notoperation!

Ärzte retten Wanyoikes Leben und seine linke Hand, Kenias Volksheld muss alle Termine in Deutschland absagen

„Meine Schutzengel haben in den vergangenen Wochen jede Menge Überstunden gemacht und sind Extra-Runden geflogen“, sagt Henry.

Das Unfallauto
„Dass ich aus dem Auto lebend herausgekommen bin“, ist schon ein Wunder. Gott will mir signalisieren, dass ich weiter an meinen Plänen arbeiten soll. Vor drei Wochen haben die Menschen Afrikas den Atem angehalten.
crash car
Ihr großer Hoffnungsträger - Henry Wanyoike, der schnellste blinde Marathon-Mann der Welt aus Kenia verunfallte auf dem Weg von Kikuyu bei Nairobi nach Thika, 50 Kilometer von Nairobi entfernt: „Ein Mann tot, Wanyoike überlebt!“ meldeten die Medien.

„Was ist dir passiert?“

Verband
Henry: „Ein Matatu (Kleinbus/Buschtaxi) kam von vorn, direkt auf uns zu, rammte uns, schoss uns von der Fahrbahn, wir haben geschrien, uns überschlagen. Ich erlitt einen Schock, kletterte wie paralysiert aus dem Wrack. George, der hinten in der Mitte saß, wurde aus dem Auto geschleudert, er hat den Unfall nicht überlebt. Der Fahrer und zwei weitere Freunde sind mit dem Schrecken davongekommen. Unseren gemeinsamen Freund haben wir vor zwei Wochen beerdigt. Und ich stand mit gebrochenen und zerquetschten Fingern im dicken Verband an seinem Grab.“

Es waren wirklich schlimme Tage, doch Henry freute sich auf die Tage in der Wedemark und auf die Läufe in Essen und Mannheim, die Trainingsläufe für die Paralympics in Peking sein sollten.Die Wunden sollten nach der Hauttransplantation in kürze verheilt sein. Henry hatte schon wieder mit leichtem Training begonnen.

Doch aus Henrys Besuch in der Wedemark und die Teilnahme an den Läufen in Essen und Mannheim, einer Hühnerfleisch-dominierten Mahlzeit im Rahmen des Frühstücks-Fernsehens wird nichts. Noch am Pfingstsonntag kämpfte Henry auf der Intensivstation der Uniklinik in Helsinki wieder einmal um sein Leben. Henry: „Die Wunde unter dem Verband hatte sich entzündet, die schon in Kenia transplantierte Haut hatte sich wieder abgelöst, ich hatte furchtbare Schmerzen und meine Freundin Anna, die ich besucht habe, hat einen Notarzt gerufen und ich kam mit einer Blutvergiftung ins Krankenhaus. Einer der Notärzte: „Wir waren in großer Sorge um Henry.“ Die Notoperation an der linken Hand scheint vorerst geglückt.

Henry im Krankenhaus in Helsinki
Henry: „Die Wahrscheinlichkeit, dass ich zwei Finger, vielleicht die ganze Hand verliere war riesengroß, doch meine Schutzengel und die ausgezeichneten Ärzte haben mich bewahrt. Ich kann meine Finger wieder bewegen, die Wunde ist gesäubert, frisch verbunden. Jetzt muss ich schnell nach Hause, mich ausruhen und den richtigen Moment abwarten, dass in einer oder mehreren weiteren Operationen Haut transplantiert wird. Ein Prozess der sich über ein paar Wochen hinziehen wird.

Ich bin wirklich tief betrübt, aber wir mussten auf Anraten der Ärzte alle Termine absagen. Liebe Grüsse an alle meine Freunde in Europa. Wir werden uns nach den Paralympischen Spielen wieder sehen. Ich habe noch den Juli, August und teilweise den September zum trainieren und bin deshalb sicher, wieder eine oder zwei Medaillen zu holen – auch für meine Freunde in Europa“

Henry tritt beim Karstadt Marathon in Essen an

Er trainiert für Peking - für die Paralympics. Der Lauf durchs Ruhrgebiet gehört für Henry, der am 10. Mai 34 Jahre alt wird, zur Vorbereitung. Henry tritt am 18. Mai beim Karstadt Marathon an: Er läuft die Halbmarathon-Distanz. Bei den Veranstaltern, die Wanyoikes Teilnahme jetzt bekanntgaben, freut man sich sehr über den Start des Ausnahme-Athleten. Er startet als Botschafter der Christoffel Blindenmission und als "Sprachrohr für die 37 Millionen Blinden unter Gottes Sonne".

waisenhaus

In seiner Heimat setzt er sich für ein Waisenhaus, in dem auch Kinder mit Behinderungen betreut werden, ein. Henry versucht bei seinem kurzen Aufenthalt in Deutschland Geld für den Bau eines Hauses mit Schlafräumen zu sammeln. Zur Zeit schlafen fast 30 Kinder in nur zwei kleinen Räumen...

mehr....

Am 24. Mai wird Henry beim "MLP Marathon Mannheim Rhein-Neckar" in Mannheim teilnehmen und ebenfalls die Halbmarathonstrecke laufen.

Auch dieses Jahr gibt es in Kikuyu wieder den "Henry Wanyoike Hope for the Future Run"

Die zweite Auflage nach dem sehr erfolgreichen Start in 2007 wird am 31. Mai stattfinden. Hier suchen Henry und seine Freunde in Kenia noch Sponsoren, die dieses soziale Projekt unterstützen. Auch in Deutschland gibt es aufgrund dieser Initiative einen "RUN FOR HOPE". Der Frauenlauftreff Sandkrug unterstützt damit Henrys Projekte in Kenia.

Bilder vom letzten RUN FOR HOPE IN KENIA...

HENRY WANYOIKE ist paralympischer Botschafter

Nachdem Henry schon Botschafter der Christoffel Blindenmission und Seeing is Believing ist, wurde er vom Internationalen Paralympischen Commitee zum Botschafter ernannt.

Elf paralympische Athleten von überall auf der Welt wurden ernannt: Verena Bentele (GER, Ski Nordisch) Hou Bin (CHN, Athletics) Cheri Blauwet (USA, Athletics) Kirsten Bruhn (GER, Schwimmen) Muffy Davis (USA, Ski Alpin) Michael Teuber (GER, Radfahren) Tanni Grey-Thompson (GBR, Athletics) Ernst Van Dyk (RSA, Athletics) Esther Vergeer (NED, Rollstuhl Tennis) Chris Waddell (USA, Ski Alpin) Henry Wanyoike (KEN, Athletics).

Kirsten Henry
Die querschnittgelähmte Schwimmerin Kirsten Bruhn war mit Henry gemeinsam für den Laureus nominiert. Am Hotelpool in Barcelona waren für Henry Schwimmübungen angesagt. In Bonn trafen sie sich wieder.

Alle paralympischen Botschafter haben bei den Sommer- oder Winterspielen mindestens eine Medaille gewonnen und repräsentieren den Geist und die Werte des Olympischen Gedankens. Sie sind von Ihrem jeweiligen nationalen Paralympischen Commitee vorgeschlagen worden.

Während eines Zweitagesseminars im IPC Hauptsitz in Bonn am 7. und 8. Februar 2008 lernten sich die Botschafter kennen und trainierten, die IPC und dessen Aufgaben in der Öffentlichkeit zu repräsentieren.

Henry Wanyoike trifft Regina Vollbrecht beim Nairobi-Marathon

regian und henry
Regina Vollbrecht, die schnellste blinde Frau über die Marathonstrecke besucht ihren blinden Kollegen Henry Wanyoike und startet beim Nairobi-Marathon in Kenia.
Regina Vollbrecht- Training mit Henry Wanyoike
Training vor dem Nairobimarathon: (vlnr) Joseph Kibunka, Henry Wanyoike, Regina Vollbrecht, Amos Mungai

Dort ließ sie es allerdings etwas lockerer angehen als sonst. „Nairobi ist mit 1.600 Metern sehr hoch gelegen und es ist sehr warm. Es war für mich ein Trainingslauf für den Sechs-Stunden-Lauf am kommenden Wochenende in Troisdorf.“ Mit einer Zeit von 3:45 Stunden wäre sie überaus zufrieden gewesen, 3:37 Stunden standen letztlich zu Buche. Zudem schlugen ihr viele Sympathien entgegen. Nach einer Pressekonferenz wurde über sie ein Bericht im Fernsehen gesendet und viele Leute sprachen sie daraufhin an.

Auch aus anderen Gründen war es ein Lauf, der ihr sicherlich in Erinnerung bleiben wird. „Ich hatte zum ersten Mal einen Guide, mit dem ich englisch reden musste. Und selbst das hat nicht immer funktioniert“, erzählt sie schmunzelnd.

Regina Amos
Amos Mungai, ihr Führungsläufer war früher taub. Er kann erst seit einer von der Christoffel Blindenmission (CBM) nach dem Roth Triathlon 2006 finanzierten Operation auf einem Ohr hören. „Dadurch hat er aber natürlich noch Defizite“, erklärt Regina Vollbrecht. Doch es war nicht ihr einziger Weggefährte: Ein weiterer lief vor ihr und „scheuchte die Läufer zur Seite“, ein anderer, der sie kurz vor dem Lauf angesprochen hatte, lief neben ihr.

Über 10 Kilometer war dort auch der blinde Marathon-Weltekordler Henry Wanyoike aus Kenia unterwegs. Wie Regina Vollbrecht ist er oft im Namen der Christoffel-Blindenmission (CBM) unterwegs, um Blinden wieder Mut zu geben und andererseits der „sehenden Welt“ zu zeigen, zu was Blinde fähig sind. Diese Botschaft verfolgt auch Regina Vollbrecht. Allerdings nicht in erster Linie. Denn da geht es ihr um etwas anderes: den Spaß am Laufen.

giraffenkuss
Regina Vollbrecht Start Nairobi

 

Am 1. Dezember wird der Naivasha Halbmarathon für einen guten Zweck gestartet.

Niavashaplakat

John Nwangi (Coordinator), Henry Wanyoike, Tospret Icemenia (Director) und Stephan Puw zeigen stolz die Baustelle. Hier entsteht ein Therpie und Informationszentrum für Menschen mit Behinderungen. Es werden noch Sponsoren gesucht. Die Einnahmen aus dem Halbmarathon werden nicht ausreichen, um die Baustelle fertig zu stellen.

Henry Wanyoike als Botschafter der Christoffel Blindenmission in Hannover und Wetzlar

Zum Auftakt des Brückenfestes in Wetzlar fand in diesem Jahr der 8. Wetzlarer Brückenlauf am Freitag, den 31. August statt. Dabei gingen die teilnehmenden Teams aus Firmen, Behörden, Institutionen für Projekte von Henry Wanyoike an den Start.

Wie im letzten Jahr führte Wenke Börnsen Henry wieder für die Staffel der Wetzlarer Neuen Zeitung. Bei diesem Staffelrennen zählte der Spass. Henry ist dann mit Wenke die Runde noch ein zweites Mal gelaufen.

Mit Ihrer Teilnahme verpflichtetenn sich die Institutionen, pro teilnehmendes Team € 20,00 (wahlweise mehr) dem Freundeskreis Henry Wanyoike auf das Konto: „henry4gold“ Nr. 900062525, Sparkasse Hannover, BLZ 250 501 80, zu spenden. Es kamen mehr als 3000 Euro zusammen. Zwei Sponsoren ermöglichten Henry auch dieses Jahr wieder am Brückenlauf teilzunehmen, für die Wetzlarer Neue Zeitung zu starten und die Spende persönlich in Empfang zu nehmen. Henry bedankt sich dafür bei Michael Stollwerk von GECKO Logic mit einem gemeinsamen Schulbesuch in Aßlar und bei Peter Augath von Sportteam Augath in Hannover, das die Anreise finanziert wurde.

Hannover: Mit Startnummer 1 und dem gelben Shirt kam Henry in Hannover beim Eilenriederennen Halbmarathon als erster ins Ziel. Henry zur Hannoverschen Allgemeinen Zeitung: "Heute bin ich mit 1:18:43 nicht auf Zeit sondern auf Platz gelaufen" Sein Guide Lennard Sponar (li.)aus Berlin: "Henry läuft, als hätte er Radar". Veranstalter Peter Augath (re.) gab selbst den Startschuss für das Rennen.

Hannover: Eine Abordnung der Frauenlaufgruppe aus Hatten/Sandkrug übergab Henry einen Scheck über 1.000 Euro. Die Laufgruppe unterstützt damit Henrys "Run For Hope" in Kikuju.

Alle Teilnehmer sammelten Sportschuhe für Kenia. Aus Hatten kamen allein vier grosse Sporttaschen mit Trickots und Laufschuhen.

 

All African Games in Algier

Gold über 5000m für Henry Wanyoike

Am 14. Juli besiegte Henry (15:52.50) seinen Freund und Rivalen Francis Thuo (15:52.72) auf der 5000m Distanz. In Assen bei den paralympischen Weltmeisterschaften im letzten Jahr hatte Francis noch die Nase vorn.

Am 15. Juli musste Henry sich über 1500m seinem Landsmann Samuel Muchai (4:15.16) geschlagen geben. Henry (4:22.01) gewann die Silbermedaille. Francis Thuo (4:22.51) gewann Bronze.

 

Stolz nimmt Henry Wanyoike die Auszeichnung des Presidenten Mwai Kibaki entgegen. Alle Sportler Kenias, die Medaillen von wichtigen Wettbewerben mitbringen, bekommen eine Anerkennung von der Regierung.

Henry Wanyoike Hope For The Future Run

start

Am 26. Mai fand der "Hope For The Futur Run" statt. Es war wohl eines der wichtigsten Ereignisse im Monat Mai im Grossraum Nairobi.

Henry feiert im Mai, dem "Monat der Hoffnung" seine beiden Geburtstage: am 1. "12 Jahre Blindheit" und am 10. den "richtigen 32ten".

Der Lauf war eines von mehreren Events in dieser Zeit. Henry besuchte viele Aidswaisen, um deren Situation zu analysieren und zu Helfen. Ein Waisenhaus ist eine Idee (bislang).

Im Kirieta Forest, in der Nähe des Mount Kenia wurden von Schulkindern 10.000 Bäume gepflanzt. Das, als Teil der UNEP Kampagne, in der mehr als eine Milliarde Bäume gepflanzt werden sollen.

Henry brachte dem "Technical Institut For The Blind" in Machakos einen Scheck über 460.000 Keniaschilling für einen Trinkwasserbrunnen.

Von seinem Honorar, das er beim New York Marathon erhalten hat, spendete er dem von der Christoffel Blindenmission (CBM) unterstützten Kikuyu Hospital 2000 US-Dollar. Er zahlte damit die Behandlungskosten eines 12 jährigen Mädchens, das 6 Monate wegen einer schweren Krankheit behandelt werden musste. Die Familie hätte das Geld nie aufbringen können.

Sechs Schulen besuchte Henry und führte Motivationsgespräche.

Der Run For Hope war der Höhepunkt der Veranstaltungen im Mai. Er sollte durch Motivationsreden und dem gemeinsamen Lauf von Alten und Jungen, von Menschen mit Behinderungen und ohne Behinderungen die Menschen zusammenhalten lassen und gemeinsam für eine bessere Zukunft arbeiten lassen. Der Zulauf für die Veranstaltung übertraf Henrys Erwartungen um das Vielfache. Henry und seine Mitarbeiter rechneten mit 2000 Teilnehmern. Als dann 8000 Menschen mitlaufen wollten, galt es Logistikprobleme zu lösen. Alles verzögerte sich ein wenig vom Zeitablauf, aber am Ende waren alle mit dem Verlauf des Festes zufrieden. Der jüngste Teilnehmer war 5 Jahre alt die älteste Teilnehmerin war 107 Jahre.

vips
Die VIP-Tribüne war mit Politikern und Menschen aus der Wirtschaft und Sport gefüllt. (in der ersten Reihe vlnr: Botschafter Walter J. Lindner, Chairman nat. paral. Komitee Douglas Sidialo, Henry Wanyoike)

Nairobis Radiosender, Fernsehen und Zeitungen waren annähernd komplett vertreten. Auch Reuters führte eine längeres Interview mit Henry und dem deutschen Botschafter Walter J. Lindner, der auch die Siegerehrung vornahm. Der Botschafter versprach, im nächsten Jahr am Lauf auch aktiv teilzunehmen und die 7.5 Kilometerstrecke zu laufen.

Wasser für Blinde

Henry übergibt einen Scheck an das "Technical Institut for the Blind" in Machakos. Henry lernte hier das Stricken nachdem er 1995 erblindete. Von dem Geld, das von der Standard Chartered Bank gesponsort ist, soll ein Trinkwasserbrunnen gebohrt werden.

machakos henry wanyoike

Henry feierte Geburtstag

wanyoike mit kids

Am 1. Mai feierte Henry seinen 12ten Geburtstag. 1995 erblindete Henry über Nacht.... Jetzt feiert Henry diesen Tag jedes Jahr in der Nähe des Slums, wo er aufgewachsen ist und lädt alle Slumbewohner zum Essen und Trinken ein.

Er erzählt seine Geschichte vom Hinfallen und wieder Aufstehen, gibt den Menschen Mut, ihr Leben zu meistern.
Von der Feier und Henry´s guten Taten berichtet die Tageszeitung "Kenyan Times" in einem ganzseitigen Artikel.

kikuyu hospital 2000dollar
Von seinem Honorar, das er beim New York Marathon erhalten hat, spendete er dem von der Christoffel Blindenmission unterstützten Kikuyu Hospital 2000$. Er zahlte damit die Behandlungskosten eines 12 jährigen Mädchens, das 6 Monate wegen einer schweren Krankheit behandelt werden musste. Die Familie hätte das Geld nie aufbringen können.

Die Zeitung berichtet weiter vom "cows4kenya" Projekt, von der Hilfe für die Goodwillschule, die Unterstützung der Blindenschule in Machakos und vom "Run For Hope" am 26. Mai.

Heute, am 10. Mai ist sein "richtiger" Geburtstag (33). Am frühen Vormittag war er bei Radio Kenya und hat ein Interview gegeben (wegen des "Run For Hope"). Jetzt setzt er sich auf einer Konferenz in Nairobi für die Rechte von Menschen mit Behinderungen in Kenia ein.

 

Bonn: Bis Kilometer 33 auf Weltrekordkurs

Leider hat es in in Bonn mit dem neuen Weltrekord nicht geklappt. Das Profil der Strecke ist doch nicht so ideal wie in Hamburg.

Martin Georgi Interview
Bei strahlendem Sonnenschein und bei wärmeren Temperaturen als angekündigt (22 Grad), kamen Henry und Joseph nach 2 Stunden 44 Minuten und 14 Sekunden ins Ziel. Sie mussten gleich Interviews geben. (Im Foto rechts)

Henry: "Es war wärmer als in Kenia am Morgen." Martin Rönnau, von der Christoffel Blindenmission: "Beide sind das Rennen schnell angegangen und waren nach 3/4 der Strecke sehr gut in der Zeit, hatten dann aber einen Einbruch."

Bei mehr als 2400 Teilnehmern erreichte Henry einen sehr guten 15. Platz. Leider ist aus der Prämie für den IPC - Weltrekord nichts geworden. Henry und Joseph hätten schneller als 2:37:43 sein müssen.

 

Henry Wanyoike will in Bonn Bestmarke unterbieten

Henry wird am 22. April beim 7. Rhein-Energie-Marathon in Bonn an den Start gehen und versuchen, den offiziellen IPC-Weltrekord der Blinden zu brechen. Bereits im vergangenen Jahr hatte der Sympathieträger Kenias in Bonn für großes Interesse bei Zuschauern und den Medien gesorgt.

Ermöglicht hat den Start das Internationale Paralympische Komitee (IPC) in enger Zusammenarbeit mit der Christoffel-Blindenmission (CBM). Beim Hamburg-Marathon im April 2005 lief Henry bereits seinen dritten Marathon-Weltrekord in 2:31:31 Stunden nach Boston (2004) und London (eine Woche vor Hamburg). Diese wurden aber nicht durch das National Paralympic Committee Kenya (NPC) an das IPC gemeldet - weil niemand wusste, dass dieses (mit den offiziellen Formblättern) für eine Anerkennung durch IPC nötig ist. Offizielle geeichte Zeitnahme und Dopingtest reichen nicht aus. Frau Helen Murphy vom IPC hat versprochen, persönlich dafür zu sorgen, dass, wenn Henry in Bonn einen Rekord bricht, dieser auch auf den richtigen Formblättern durch das NPC-Kenya dem IPC in Bonn gemeldet wird.

Bleibt die Frage, was machen Sportler mit Behinderungen, die in einem Land ohne National Paralympic Committee (NPC) leben? Henry hat Glück, dass er in einem Land lebt, in dem es ein NPC gibt...

Die Zeit von Hamburg gilt es nun in Bonn zu bestätigen und den IPC-Weltrekord (in der Klasse T11 - kein Restsehvermögen), der momentan von dem Japaner Yuichi Takahashi gehalten wird und bei 2:37:43 Stunden liegt, auch offiziell zu brechen. Die 5% "Restsehfähigkeit", die oft publiziert wurde (und wird) verlor Henry schon einige Monate nach seiner Erblindung in 1995. Er kann seit dem nur Licht und Dunkelheit unterscheiden. Die wirkliche Ursache der Erblindung hat man nie feststellen können. Schlaganfall (Henry war damals für einige Tage halbseitig gelähmt), Sehnerventzündung, Netzhauterkrankung oder eine Kombination daraus können für die Erblindung verantwortlich sein.

Im vergangenen Jahr startete er in Bonn über die Halbmarathondistanz, die er trotz einer leichten Blessur in sehr guten 1:14:46 Stunden absolvierte. „In diesem Jahr wird er die Marathonstrecke absolvieren. Und er hat sich Großes für den Rhein-Energie-Marathon vorgenommen. Er will seine eigene Bestzeit (2:31:31) und den Weltrekord (IPC: 2:37:43) angreifen“, sagt Martin Rönnau von der Christoffel-Blindenmission, für die Henry Wanyoike Botschafter ist.

„Für die Stadt Bonn und den Rhein-Energie-Marathon ist das Wiedersehen mit Henry eine große Ehre und Freude. Ein ganz besonderes Dankeschön gilt dem großen Bemühen des Internationalen Paralympischen Komitees und der Christoffel-Blindenmission. Wir bewundern Henrys einzigartige Leistungen und sein unermüdliches Engagement für behinderte und hilfsbedürftige Menschen. Es macht uns sehr stolz, dass er eigens für den Rhein-Energie-Marathon den weiten Weg aus Kenia nach Deutschland auf sich nimmt. Sollte Henry in Bonn tatsächlich den Weltrekord brechen, wäre dies eine große Sensation mit internationaler Bedeutung für Deutschland und die Stadt Bonn“, freut sich Pressesprecher Kai Meesters.

„Das Internationale Paralympische Komitee freut sich ganz besonders, dass wir dazu beitragen konnten, Henry nun zum zweiten Mal nach Bonn zu holen. Er ist ein großartiger Botschafter des paralympischen Sports. Henry inspiriert Menschen mit und ohne Behinderung mit seinen herausragenden Leistungen. Er verkörpert Mut und Entschlossenheit im Wettkampf und setzt sich damit aktiv für die Gleichberechtigung von Menschen mit einer Behinderung ein“, sagt Steffi Klein, IPC Communication Manager.

HOPE FOR THE FUTURE RUN in Kikuju

Henry plante schon im letzten Jahr einen Lauf für wohltätige Zwecke durchzuführen. Jetzt ist alles organisiert, am 26. Mai 2007 soll es losgehen. Aber es fehlt noch das Geld für die Durchführung. Zusammen benötigt Henry etwa 5000 US Dollar.

Wer Henry bei dem Lauf in seiner Heimatstadt Kikuyu als Partner helfen will, kann unter dem Stichwort:
"HOPE FOR THE FUTURE RUN" einen Betrag auf folgendes Konto überweisen:
Bankverbindung: "henry4gold", Konto: 900062525 bei der Sparkasse Hannover,BLZ: 25050180

Internationale Bankverbindung: "henry4gold" bei der Sparkasse Hannover,
BIC: SPKHDE2H, IBAN: DE32250501800900062525

Wer persönlich dabei sein möchte, inclusive Training mit Henry sollte eine mail an wanyoike@henry4gold.com schicken - alles weitere wird organisiert...

 

Frisches Wasser, eine Küche und ein Zaun für die Goodwillkinder
Bericht von Jörg-Henning Meyer, Februar 2007

freundeskreis
Die Kinder der Goodwillschule freuen sich über die neue Küche, den Zaun und die Wasserleitung. Jetzt kann auch in der Schule gekocht werden.

Ich habe Henry auch nur an drei Tagen sehen können, als ich dort war. Er musste ja nach Hongkong, wo er am Sonntag, den 4.3.07 mit Joseph 4ter (1:14:08) im Halbmarathon wurde.

calf wanyoike
Henry hat mir die 24 Kühe und ein paar kleine Kälber (gesamt: 3 männliche, 3 weibliche) des "cows4kenya-projects" gezeigt. Eine Kuh war ja gestorben. Dafür ist ein Kalb von der ersten Phase geliefert worden. Die Tiere waren alle in einem guten Zustand.
kuehefuettern
Die Goodwillkühe habe ich mir später mit den Kindern gemeinsam angeschaut. Hier war auch eins der 6 Kälber geboren worden. Ein paar Kühe werden bald kalben. Die Kinder hatten anfangs großen Respekt vor den Kühen, dann trauten sie sich aber doch, die Tiere zu füttern.

Am nächsten Morgen, vor Henry´s Abreise, haben wir uns über Baumpflanzmöglichkeiten (treeplanting-projects) bei dem Kenya Forestry Research Institute informiert. Die Techniker waren begeistert von Henrys "treeplanting-projects" mit den Schulen und sagten ihm jegliche Unterstützung zu. Der Clou: Jeder Schüler übernimmt die Patenschaft für den Baum, den er pflanzt, und ist dafür verantwortlich, dass der Baum immer genug Wasser bekommt.

moringa seeds
Henry hat dann 4000 Samen vom Moringa Oleifera-Baum gekauft. Es ist ein wahrer Wunderbaum.... siehe GOOGLE oder: MORINGA OLEIFERA LAM Die Bäume sollen dann mit der Thika Blindschool und mit der Machacos Blindschool, wo Henry das Stricken gelernt hat, und von Schülern anderer Schulen gepflanzt werden. - Aber das sind die nächsten Projekte...

Als Henry abgeflogen war, organisierte ich dann die Verlegung der Wasserleitung zur Goodwillschool, den Zaun für die Schule und den Bau einer kleinen Küche mit Kochstelle.

Es begann mit dem Treffen der wichtigen Leute: Die Supervisors, sie sind eigentlich verantwortlich, dass alles richtig funktioniert. Für die Wasserleitung gab es den Wasser-Chairman Joseph. Joseph ist ungfähr 70 Jahre alt und verwaltet die ganzen Wasserleitungen dieses Brunnenprojekts in diesem Gebiet der Gemeinde, er ist der Super-Supervisor für die Bauaufsicht, der Mann, der dann die eigentliche Planung und Aufsicht über die grabenbuddelnden Männer hat.

wasserleitung
Es arbeiteten mehr als 15 Männer, um den Graben von etwa 150m Länge herzustellen. Eine "Straße" musste durchquert werden. Das kostete besonders viel Schweiß.
wasserleitungsbau
Für das Aneinanderkleben der einzelnen Rohre war ein Experte vor Ort. Der Kleber, den er verwendet, verbindet auch völlig nasse Kunststoffrohre wasserdicht.
wasserspritzt
Nach zwei Tagen Arbeit und dem Umtauschen von falsch bestelltem oder gekauftem Material war der Wasserhahn angebracht und es sprühte erst trübes, dann quellfrisches Wasser aus dem Hahn. Jetzt hatten auch alle Erwachsenen strahlende Kinderaugen - als wenn es sich um ein Wunder handelte.
wasserhahn

Auch die Kinder freuten sich über das kühle Nass.

Ähnlich war es dann beim Zaunbau: Es gab den Vorarbeiter Gerald (Supervisor), der für Materialeinkauf zuständig war und einen kompetenten Eindruck machte. Der wurde vom Mitglied Boniface der Goodwillcommunity und vom Chairman Charles der Goodwillcommunity (Super-Super-Supervisor) beaufsichtigt. Es wurde beschlossen, wie der Zaunbau vonstatten gehen sollte mit Tor, Treppe und allem Drum und Dran.

zaunbau
Während der Bauphase wird dann der untere Draht vergessen, an einigen Stellen der alte Draht genommen worden (der geht ja noch - sieht aber völlig daneben aus). Auch beim Tor und der Küche entstehen Fehler, die ich erst sehe, als ich mit Mark Kitau, meinem Fahrer und Assistenten, vom Materialumtausch zurückkomme. Mehrmals musste ich die Super-Super...Visors zusammenholen, um die Bauausführung zu korrigieren. Dann gingen die ca. 12 Arbeiter fürs Grobe wieder ans Werk, um die Fehler auszubessern.

Für die frisch gebaute Küche besorgten wir einen ortsüblichen Holzkohleofen, einen großen Topf zum Kochen und viele Becher für die Kinder und was man sonst in einer Küche so braucht.

teemitmilch
Eine der Lehrerinnen kocht den Tee mit der frischen Milch der "Goodwill-Kühe"
milcheingiessen
Am Ende war alles gut: An meinem letzten Tag wurde alles fertig und es gab ein kleines Fest mit Keksen, Brot und Tee mit Milch.
kinderfreuensich
Jetzt können die (Vorschul-) Kinder sich auf dem Schulgelände frei bewegen und es besteht keine Gefahr, dass sie von einem herrenlosen Eselskarren oder einem Auto angefahren werden. Außerdem verschmutzen keine Fremden mehr die von Henry gebauten neuen Toiletten. Mit dem Wasser haben die Kinder die Möglichkeit sich vor dem Essen und auch sonst die Hände zu waschen.

Sie nehmen aber auch das Wasser in Flaschen oder in Plastikbeuteln (!) mit nach Hause in den Slum. Es handelt sich um sauberes Grundwasser, das aus einer Tiefe von ca. 200m gefördert wird.

goodwillschool
In oder vor der Küche mit der Kochstelle, dem Wasserhahn und dem Kochgeschirr erhalten die Kinder jetzt jeden Morgen ihren Tee mit Milch.

In der Vergangenheit gab es oft das Problem, dass die Milch der 5 Goodwill-Kühe nicht abgekocht werden konnte - wenn sich niemand bereit erklärte. ...und dann bekamen die Kinder halt KEINE Milch.... das ist jetzt vorbei. Die beiden Lehrerinnen sind dafür zuständig, dass alles funktioniert - gekocht wird jetzt selbst.

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Henry wird mit Joseph zweiter bei 1333 Teilnehmern

Dubai, 12.01.2007, Die Saison beginnt für den Christoffel Blindenmission Botschafter mit einem zweiten Platz bei dem 10km - Rennen in Dubai. Er kommt mit Joseph nach 33:34 Minuten ins Ziel. Nur zwei Sekunden nach dem Sieger AL MINHALI, MUBARAK aus den Vereinigten Arabischen Emiraten. Das bedeutet, die beiden können zusammen 750$ Preisgeld mit nach hause nehmen. Gewonnen haben aber auch Blinde und Sehbehinderte auf der ganzen Welt. Henry hat wieder 1000$ pro Kilometer für Operationen am Grauen Star erlaufen. Hilfsorganisationen wie die Christoffel Blindenmission können dadurch ca. 250 Augenoperationen durchführen und Blinde wieder sehend machen.

DEAR FRIENDS

I WISH YOU A WONDERFUL, PROSPEROUS NEW YEAR 2007 AND LET THE JOY THAT WILL BE BROUGHT AS WE USHER NEW YEAR BE A BLESSING ALL THROUGH. HAVE TIME TO REFLECT, TO FORGIVE AND FORGET AND TO MAKE A RESOLUTION THAT YOU WILL BE A BLESSING TO SOMEONE IN NEW YEAR,
THANK YOU FOR YOUR SUPPORT ALL THROUGH 2006
FROM: HENRY WANYOIKE AND FAMILY AND HENRY WANYOIKE FOUNDATION

Wieder Sieg in Singapur!

Wanyoike Kibunja

Henry Wanyoike und Joseph Kibunja gewinnen wie im letzten Jahr den Singapur Halbmarathon. Beide haben sich am 3. Dezember als resistent gegen Hitze und Feuchtigkeit erwiesen. Bei 25° Celsius und 100 Prozent Luftfeuchtigkeit kamen beide nach 21 Kilometer bei 12.000 Teilnehmern in 01:20:08 Stunden gleichzeitig ins Ziel und können sich so 900 Dollar (500,-(1er) plus 400,-(2er)) Preisgeld teilen.

 

Laureus Medien Preis für NDR Autor Konstantin Sauer

für Film über Henry

 

konstantin sauer
28. November 2006 - Konstantin Sauer vom NDR Fernsehen hat einen 'Laureus Medien Preis 2006' für herausragende Leistungen in der Sportberichterstattung erhalten. Sauer nahm die Auszeichnung am Montagabend (27. November) in München aus der Hand von Boris Becker, dem Vorsitzenden von Laureus Deutschland, entgegen.
Boris Becker, Mitbegründer von Laureus hier mit dem Formel-1-Safety-Car-Fahrer Bernd Mayländer (links) und dem Preisträger Konstantin Sauer, Filmemacher vom NDR Fernsehen (Mitte). Foto: dpa
NDR in der Savanne
Sauer wurde ausgezeichnet für seine bewegende TV-Reportage über den schnellsten blinden Marathon-Läufer der Welt, Henry Wanyoike aus Kenia. Der NDR Autor hatte den charismatischen Athleten, der trotz seines Schicksals den hungernden Kindern seiner Heimat hilft, in seiner Heimat besucht.
Der Beitrag aus der Sendung 'Sportclub Stars' im NDR Fernsehen setzte sich gegen mehr als einhundert andere Vorschläge durch; die Nominierungen waren von der Stiftung Laureus Deutschland in Kooperation mit dem Verband Deutscher Sportjournalisten vorgenommen worden.

Während der Dreharbeiten zeigt Henry mit Petra Verweyen seine Goldmedaillen. Der Kameramann Martin Fischer lebt in Nairobi. Er war begeistert, wie der Botschafter der Christoffel Blindenmission sich für die Armen in seiner Heimat einsetzt.

Über die Preisträger entschied eine Jury, zu der u. a. Franz Beckenbauer, Thomas Gottschalk, Otto Schily, Wladimir und Vitali Klitschko, Katarina Witt, Franziska van Almsick, Helmut Markwort und Günter Netzer gehörten.

Henry gibt zurück

Von seiner Reise nach Korea bringt Henry Geschenke für seine frühere Schule mit. Machakos Technical Institut For The Blind ist die Ausbildungstelle in der erblindete und sehbehinderte Erwachsene ausgebildet werden, um am normalen Leben wieder teilzunehmen.

machacos

Henry übergibt 30 Blindenstöcke, 30 sprechende Uhren und einige Lupen. Miss Easther Gathoni ist Sehbehindert und Sprecherin der Auszubildenden. Sie nimmt die Geschenke stellvertretend entgegen.

 

Die blinden und sehbehinderten Auszubildenden waren so froh über Henry´s Geschenke, dass sie tanzten und sangen, um sich bei Henry zu bedanken.

knitting

Henry sitzt an seinem Platz, an dem er 1995 nach seiner Erblindung die Ausbildung zum Strickmeister gemacht hat. Die Schule bietet verschiedene Ausbildungen an: Tischler, Kleidernäher, Schuster, etc. Henry sagt, die Schule sei die beste dieser Art in Kenya.

director
Der Direktor, Mr. Francis Saya war Henry´s erster Führungsläufer. Er brachte Henry 1995 bei, Vertrauen zum Guide zu haben und Rennen zu laufen. Sie drehten jeden Morgen ihre Runden. Auch jetzt nach 10 Jahren besucht Henry seinen Direktor so oft er Zeit hat.

Machakos Blind Trade Training Centre
PO Box 112, Machakos 090100, Kenya.
Contact person: Francis Saya
Tel: +254 145 21295
Fax: +254 733 844 614
Activities: This institute trains blind and low vision adults in vocational skills i.e. carpentry, joinery, masonry, leatherwork, tannery and shoe-making, knitting and garment making at certificate level. General rehabilitation for the visually impaired forms another training component which includes: Orientation & Mobility, Braille, skills for independent living. The Institute works closely with N.G.O's.

 

Henry kommt bei 38.368 Teilnehmern als 121-ster ins Ziel

Wanyoike new york
Für den neuen Weltrekord war New York wohl die falsche Strecke. Trotzdem kann Henry mit dem Ergebnis (2:40:14) zufrieden sein. Er wäre 120-ster geworden, wenn Joseph (2:40:13) ihn vor gelassen hätte.
Wanyoike tergat
Die Elite der sehenden Marathonläufer ist auch einige Minuten hinter der Weltrekordzeit zurückgeblieben: Marilson Gomes dos Santos (BRA) gewinnt in 2:09:58 h vor Henry´s Freunden aus Kenia: Stephen Kiogora (2:10:06) und Paul Tergat (Foto) (2:10:10).

Für die von der Christoffel Blindenmission unterstützte Augenklinik in Kikuju war es ein grosser Erfolg: Sie bekommt 2000$, von dem Geld, das Henry für Projekte in Kenia durch seinen Lauf in New York gesammelt hat.

 

1000$ pro Kilometer für das Kikuju Eye Hospital

Am 29. Oktober ist Henry beim 10.000m-Lauf bei der Laufveranstaltung der Standard Chartered Bank in Nairobi mitgelaufen. Mit diesem Charity-Lauf wird das Kikuju Eye Hospital, in dem Henry damals 1995 nach seiner Erblindung behandelt wurde, unterstützt. Das Hospital, das von der Christoffel Blindenmission in Deutschland und LICHT FÜR DIE WELT in Österreich gefördert wird, bekommt für jeden Kilometer, den Henry gelaufen ist, 1000 US-Dollar von der Standard Chartered Bank. Henry hofft, dass insgesamt eine Spende in Höhe von 3.000.000,- Kenya Schilling (ca. 30.000 Euro) übergeben werden kann, da auch beim Marathon und Halbmarathon Geld gesammelt wurde (wieviel genau konnte Henry noch nicht sagen). Das würde bedeuten, das ca. 1.000 Menschen am Grauen Star operiert werden können und ihr Augenlicht zurückerhalten würden. Eine Operation am Grauen Star kostet in den von den Organisationen geförderten Projekten durchschnittlich 30 Euro.

 

Henry Wanyoike wurde von den Vereinten Nationen ausgezeichnet

certifikat wenry wanyoike

Henry Wanyoike setzt sich in Kenia seit Jahren für die Rechte der Menschen mit Behinderungen ein. Er ist Botschafter der Christoffel Blindenmission. Für Millionen Menschen auf der Welt ist er ein Vorbild und Mutmacher. Er zeigt, was Menschen mit sozialen oder körperlichen Einschränkungen leisten können. Dafür wurde Henry von den United Nations ausgezeichnet.

Am 29. November wird er den 10.000m - Lauf bei der Laufveranstaltung der Standard Chartered Bank in Nairobi mitlaufen. Er hofft unter die ersten 10 zu kommen. Mit diesem Charity-Lauf will er das Kikuju Eye Hospital der Christoffel Blindenmission unterstützen. Henry hofft, dass eine Spende in Höhe von 3.000.000,- Kenya Schilling (ca. 30.000 Euro) übergeben werden kann. Das bedeutet, das ca. 1.000 Menschen am Grauen Star operiert werden könnten und ihr Augenlicht zurückerhalten würden.

 

United Kids Foundations - Event in Braunschweig und Wolfsburg

„run4charity“ der 500-Kilo-Benefiz-Lauf

In Braunschweig traten 35 Mannschaften aus 15 Grundschulen beim "run4charity" gegeneinander an. Gelaufen wurde gegen Übergewicht und Bewegungsarmut. Die Aufgabe bestand darin, die Anzahl der Teammitglieder vom Körpergewicht der Läufer abhängig zu machen, denn jede Mannschaft musste 500 kg wiegen.

Henry Wanyoike lief die erste Runde als Botschafter von fit-4-future mit den Kindern mit. Er war der Schirmherr dieses aussergewöhnlichen Benefizlaufs. „Ich habe mit Hilfe des Sports nicht nur mein Schicksal bewältigen können, sondern auch viel Spass in meinem Leben. Laufen ist ein Sport für jeden, ob klein oder gross, dick oder dünn. Man muss nur den Mut haben, einmal los zu laufen – dann wirst du ein zufriedener Mensch“, weiss Wanyoike aus eigener Erfahrung.

Mehr zu der Veranstaltung unter "United Kids Foundations". Impressionen zum Galaabend mit Veronika Ferres, Peter Maffay, Udo Lindenberg und Heinz-Rudolf Kunze in Wolfsburg finden Sie hier: LINK

Für "fit-4-future" in Wolfsburg

wolfsburg schule
Henry besuchte zwei Schulen in Wolfsburg
Die Fragen sind immer wieder eine Überraschung. Kinder sind halt spontan: "Wie haben Sie Ihre Frau kennen gelernt", "Wie viele Marathons haben Sie schon gelaufen?", "Wo wohnen Sie?", "Wie viele Kinder haben Sie?", "Wie sieht man, wenn man blind ist?" Henry erzählte seine Geschichte in der Pestalozzischule und im Albert-Schweitzer-Gymnasium.

Für die Pestalozzischule überbrachte er eine "fit-4-future" - Spieltonne. Mehr in den Wolfsburger Nachrichten...(PDF)

Golf Charity und Gala Dinner in München
Weitere Kühe für "Cows4Kenya"
Wanyoike Becker Cleven

Beim Auftritt am Abend im Hotel Dorint Sofitel Bayerpost beeindruckte Henry die Anwesenden mit seiner Geschichte vom Hinfallen und wieder Aufstehen. Er berichtete vom Projekt "Cows4Kenya". Spontan entschieden sich einige Gäste für das Projekt eine oder sogar 2 Kühe zu spenden. Mit dem Projekt "Cows4Kenya" werden von der Cleven-Becker-Stiftung in Zusammenarbeit mit der Henry Wanyoike Foundation in Kenia Kühe an besonders bedürftige Familien verteilt. Witwen, die ihre Kinder versorgen müssen, HIV/AIDS betroffene Menschen, die täglich ums Überleben ihrer Familien kämpfen.

Mit nur einer Kuh kann sich eine Familie mit Kindern ernähren. Durch das Geld der verkauften Milch wird den Kindern eine Schulausbildung ermöglicht. Boris Becker und Dr. Hans-Dieter Cleven freuen sich mit Henry Wanyoike über den Fortschritt des Projekts.

guenter netzer henry wanyoike
Am späten Abend sind die Sportler unter sich: Auch Günter Netzer interessierte sich für die Projekte von Henry.

 

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Buchtipp:

Bengt Pflughaupt erzählt die unglaubliche Geschichte von Henry Wanyoike - nachzulesen in der Biographie "Henry Wanyoike. Mein langer Lauf ins Licht"


Link: Herder Verlag

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